Index 30.07.2010
Was sie über Bildwände wissen sollten:

Projektionswandtyp
Die Entscheidung für eine mobile oder aber feststehende Projektionswand hängt von der jeweiligen Situation oder aber von Ihren persönlichen Wünschen ab.

Ganz allgemein gilt, dass für einen permanenten Vorführraum eine handbediente oder elektrische Projektionswand gewählt werden sollte.

Eine mobile Projektionswand empfiehlt sich als bessere Wahl, wenn die Wand an unterschiedlichen Orten eingesetzt werden soll.

Größe
Da heutzutage neben der Videoprojektion immer öfter Datenmaterial projiziert wird, muss die Projektionswand nicht nur groß genug sein, damit das Publikum alles gut sehen kann, sondern die Zuschauer müssen auch in der lage sein, Texte und Zahlen deutlich lesen zu können.
Die richtige Größe der Projektionswand lässt sich anhand der folgenden Faustregeln bestimmen:

Die Höhe der Projektionswand muss etwa 1/6 der Entfernung von der Projektionswand bis zur letzten Sitzreihe betragen.

Der untere Rand der Projektionswand muß sich mindestens in einer Höhe von 125 cm zum Fußboden befinden.

Außenmaße
Je nach Projektion weist das projizierte Bild ein bestimmtes Breiten-/Höhenverhältnis auf.
Für das beste Ergebnis empfiehlt es sich eine Projektionswand mit dem gleichen Verhältnis wie das projizierte Bild zu wählen.

Tuchsorte
Die Wahl des richtigen Projektionstuchs hängt ganz eng mit dem jeweiligen Verwendungszweck zusammen.

Die Aufstellung im Präsentationsraum (Sichtwinkel) und die Position des Projektors (an der Decke oder auf einem Tisch) sind die ausschlaggebenden Umgebungsfaktoren, die bei der Wahl des richtigen Tuches eine entscheidene Rolle spielen. Eine Projektionswand wirft das projizierte Bild gemäß einem bestimmten Prinzip auf die Projektionswand. Bei einer falsch gewählten Tuchsorte ist das Bild noch immer nicht für alle lesbar.

Die Eigenschaft der Projektionswand, Licht in eine bestimmte Richtung zu streuen,beeinflusst nicht nur den Sichtwinkel, sondern auch die Helligkeit des Bildes. Eine Projektionswand, die dass Licht gleichmäßig streut, weist einen größeren Sichtwinkel und einen geringeren Reflexionswert auf. Projektionswände, die das Licht stärker bündeln, bieten einen höheren Reflexionswert bei einem kleineren Sichtwinkel. Wie hell das Bild sein muss, um deutlich lesbar zu sein, hängt von der Stärke des Umgebungslichts, dem Reflexionswert der Projektionswand und der Lichtausbeute des Projektors ab.

Die Lichtmenge, die von der Projektionswand reflektiert wird, wird in Lux ausgedrückt. Für ein ausreichend kontrastreiches und somit deutlich lesbares Bild muss der Kontrast zwischen dem projizierten Bild und der dahinter liegenden Wand mindestens 5:1 betragen. Untersuchungen haben ergeben, dass man bei normalem Umgebungslicht 400 Lux von der Projektionswand lesen können muss.

Der Lux-Wert wird folgendermaßen berechnet:



Wenig Umgebungslicht = 100 Lux / Normales Umgebungslicht = 400 Lux
Da aber jede Situation anders ist, können die Auswahlkriterien nur als Richtlinie gelten.

Optische Eigenschaften
Diffus reflektierende Tuchsorten (Typ D)

Tuchsorten: Mattweiß, Mattweiß S, Mattweiß M, Mattweiß P, Da-Tex

Diffus reflektierende Tuchsorten verteilen das projizierte Licht gleichmäßig über einen breiten horizontalen und vertikalen Sichtwinkel. Ihre Leuchtdichte beträgt 1 (gain)







Specular reflektierende Tuchsorten (Typ S)

Tuchsorten: Datalux, Datalux F, Datalux S, Datalux M, Pearlescent, Etalux

Durch eine spezielle Deckschicht wird ohne nennenswerte Einbußen des Sichtwinkels eine erhöhte Leuchtdichte erziehlt. Merkmal ist die Reflexion des auf die Projektionswand projizierten Lichts wie bei einem Spiegel. Die Winkel sind zwar gleich, aber der Abstrahlwinkel ist den Auftreffwinkel entgegengesetzt.




Retro-reflexive Tuchsorten (Typ B)

Tuchsorten: High Power

Das besondere Merkmal von retro-reflexiven Projektionswänden sind in der Projektionsfläche imprägnierte winzige Glaskörner. Das Ergebnis ist eine unübertroffene Helligkeit bei durchschnittlichem Sichtwinkel. Retro-reflexives Tuch reflektiert das projizierte Licht zum größten Teil zurück in Richtung des Projektors. Der Auftreffwinkel ist dem Abstrahlwinkel gleich.